MOTORSPORT

Auch wenn PEUGEOT mit dem 206 WRC erst 1999 in die Rallye-Weltmeisterschaft zurückkehrte: Erfolge feierte das französische Unternehmen im internationalen Rallyesport schon viele, vor Beginn der Rallye-Weltmeisterschaft 1973 ebenso wie danach.

In mehr als zweieinhalb Jahrzehnten WM-Geschichte verbuchte die Löwenmarke viele großartige Erfolge. Zweimal gewannen PEUGEOT-Piloten die Rallye-Weltmeisterschaft. Dreimal krönte sich der Hersteller zusammen mit dem einstigen Konzernpartner Talbot mit dem Titel in der Marken-WM. Von insgesamt 23 WM-Läufen kehrten die Werkspiloten von PEUGEOT und Talbot mit dem begehrten Siegeslorbeer zurück.

In Afrika feierte PEUGEOT erste ganz große Erfolge. Nach den Anfängen mit den Modellen 203 und 403 galten die beiden Piloten Zbigniew („Nick“) Nowicki sowie Bert Shankland im PEUGEOT 404 über viele Jahre hinweg als Maßstab bei der Safari-Rallye. PEUGEOT verdankte dem Duo vier Siege zwischen 1963 und 1968 – nicht ohne Grund ist der Automobilhersteller im schwarzen Kontinent hoch geschätzt, gewannen die Fahrzeuge doch in fast serienmäßiger Ausführung. Anfang der siebziger Jahre etablierte sich mit der Bandama-Rallye an der Elfenbeinküste ein zweiter wichtiger afrikanischer Wettbewerb, den PEUGEOT zwischen 1971 und 1978 fünfmal gewann. Die ersten Erfolge in der Weltmeisterschaft datieren auf das Jahr 1975, als die beiden Skandinavier Hannu Mikkola in Marokko und Ove Andersson in Kenia mit dem robusten PEUGEOT 504 als Erste über die Zielrampe rollten. 1976 triumphierte PEUGEOT erneut – Jean Pierre Nicolas bescherte dem Team in Marokko einen Sieg. Doch die Zeiten änderten sich – viele Hersteller entwickelten und homologierten aufwendige Spezialkonstruktionen, während PEUGEOT auch mit dem nachfolgenden 504 Coupé auf ein verbessertes Standardmodell setzte. 1978 bewies das von Pininfarina gestaltete Coupé mit zwei Siegen von Jean-Pierre Nicolas in Afrika, dass der Name PEUGEOT gleichermaßen für Ästhetik und Solidität steht.

Fortan vertrat Talbot die Farben des französischen Konzerns in der Weltmeisterschaft. Der von Talbot in Großbritannien vorbereitete Sunbeam Lotus verkörperte die Tugenden seiner Zeit: Leicht, klein, wendig, robust und über 250 PS stark, entwickelte sich das Kompaktmodell zum Sieger.